Telematik Infrastruktur

Notfalldatenmanagement

Relevante Informationen bereitstellen

Nachdem die CGM als erster Hersteller die Zulassung der gematik für den Einsatz der KoCoBox MED+ als E-Health-Konnektor in der TI erhalten hat, können nun auch erstmalig neue E-Health-Anwendungen wie das Notfalldatenmanagement und der elektronische Medikationsplan auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden. Im November 2019 ging der erste E-Health-Konnektor in Betrieb: NFDM und eMP werden nun in einem Projekt der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und der CGM von Ärzten und Patienten ausführlich erprobt. Der Feldtest erfolgt in 75 Praxen, 16 Apotheken sowie im Krankenhaus und im Notdienst.

Beim Notfalldatenmanagement werden Medikation, Diagnosen und weitere Informationen, die bei einem Notfall für die behandelnden Ärzte relevant sein können, auf der eGK gespeichert. Voraussetzung für die Dokumentation auf der Karte ist die Zustimmung des Patienten. Die Speicherung der Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte wird Ärzten und Sanitätern helfen, die richtigen Entscheidungen noch schneller und fundierter zu treffen.

Elektronischer Medikationsplan (eMP)

Gemeinsam für mehr Patientensicherheit sorgen

Auch die medizinische Anwendungen der elektronische Medikationsplan kommt nun zum Einsatz. Praxen, die mit einer KoCoBox MED+ an die TI angebunden sind, können nun einfach über ein Upgrade ihren Konnektor zum E-Health Konnektor aufrüsten.

Vom BMP zum eMP

Patienten, die drei oder mehr Arzneimittel verordnet bekommen, haben Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan. Mit dem eMP erreicht der Medikationsplan seine nächste Entwicklungsstufe: Künftig kann er auf Wunsch des Patienten nicht mehr in Papierform ausgehändigt, sondern als elektronischer Plan auf der eGK gespeichert werden. Das wird die Aktualisierung eines bereits erstellen Plans erleichtern und die Datenverfügbarkeit, im Gegensatz zur Papierversion, erhöhen. Zudem unterstützt der eMP die Dokumentation einer Medikamentenhistorie.

Arzneimitteltherapiesicherheit

Ärzte und Apotheker erhalten so einen besseren Überblick über die aktuelle Medikation. Dies spielt für die Arzneimitteltherapiesicherheit eine wichtige Rolle: Das Risiko von Fehl- oder Doppelverordnungen, Medikamentenmissbrauch, Kontraindikationen, Unverträglichkeiten und unerwünschten Arzneimittelwechselwirkungen sinkt. Die ins Primärsystem übertragenen Informationen können vom Arzt und Apotheker strukturiert zur Prüfung der Sicherheit der Arzneimitteltherapie (AMTS-Prüfung) verwendet werden – mit oder ohne elektronische Unterstützung wie z.B. dem interaktiven Arzneimittel-Therapie-Sicherheitscheck i:fox oder Interaktions- und CAVE Check.

KoCoBox MED+: Upgrade zum eHealth Konnektor

Alle Praxen, die bereits über die KoCoBox MED+ an die TI angebunden sind, erhalten die neuen Funktionalitäten zum Start des Produktivbetriebs über ein kostenpflichtiges Software-Upgrade. Ein Hardwareaustausch ist nicht notwendig.

Jetzt upgraden

Wie bekomme ich die Förderung der KV?

Die KV erstattet die Kosten für die Technik des NFDM und des eMP.

Wie, was und wofür? Alle Informationen hierzu finden Sie auf der Seite der KVBaWü.

Wofür benötige ich den elektronischen Arztausweis der 2. Generation?

Um Notfalldatensätze zu speichern, die Kommunikation im Medizinwesen (KIM) zu nutzen, eMPs zu speichern, und und und… benötigen Sie den elektronischen Arztausweis der 2. Generation.

Dieser kann nun über das Portal der LÄK BW bestellt werden. Genauere Informationen haben wir Ihnen als Rundmail zukommen lassen.

Weitere Informationen über die Telematikinfrastruktur finden Sie bei CGM.